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Arbeitsrecht.Werts Rechtsanwalt Werner Werts
Rechner

Kündigungsfristenrechner

Welche Kündigungsfrist gilt, und zu welchem Termin endet das Arbeitsverhältnis frühestens? Der Rechner ermittelt die gesetzlichen Fristen nach § 622 BGB. Ihre Eingaben verlassen den Browser nicht.

Berechnet werden die gesetzlichen Fristen nach § 622 BGB. Arbeits- und Tarifverträge können abweichende, auch längere Fristen vorsehen. Für die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund (§ 626 BGB) gilt keine Kündigungsfrist, sondern die Zwei-Wochen-Erklärungsfrist des Arbeitgebers. Keine Beratung im Einzelfall.

Die gesetzliche Staffel im Überblick

BetriebszugehörigkeitFrist bei Kündigung durch den Arbeitgeber
Probezeit (höchstens sechs Monate)2 Wochen, taggenau
bis 2 Jahre4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 2 Jahren1 Monat zum Monatsende
ab 5 Jahren2 Monate zum Monatsende
ab 8 Jahren3 Monate zum Monatsende
ab 10 Jahren4 Monate zum Monatsende
ab 12 Jahren5 Monate zum Monatsende
ab 15 Jahren6 Monate zum Monatsende
ab 20 Jahren7 Monate zum Monatsende
Die Frist sagt nichts über die Wirksamkeit. Auch eine formal korrekt befristete Kündigung kann unwirksam sein. Wer eine Kündigung erhalten hat, sollte binnen drei Wochen prüfen lassen, ob eine Kündigungsschutzklage Aussicht hat oder eine Abfindung erreichbar ist.

Häufige Fragen

Gilt die verlängerte Frist auch für meine eigene Kündigung?
Nur, wenn Arbeits- oder Tarifvertrag das ausdrücklich vorsehen. Nach dem Gesetz gilt für die Kündigung durch den Arbeitnehmer stets die Grundfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Für den Arbeitnehmer darf zudem keine längere Frist gelten als für den Arbeitgeber (§ 622 Abs. 6 BGB).
Was zählt als Zugang der Kündigung?
Der Zeitpunkt, zu dem die schriftliche Kündigung so in Ihren Machtbereich gelangt, dass mit Kenntnisnahme zu rechnen ist. Beim Einwurf in den Briefkasten ist das regelmäßig noch derselbe Tag, wenn der Einwurf zur üblichen Leerungszeit erfolgt. Ab Zugang läuft auch die dreiwöchige Klagefrist des § 4 KSchG.
Mein Vertrag nennt eine andere Frist. Was gilt?
Grundsätzlich die vertragliche oder tarifliche Regelung, soweit sie für Sie nicht ungünstiger ist als das Gesetz. Tarifverträge dürfen auch kürzere Fristen vorsehen (§ 622 Abs. 4 BGB). Einzelvertraglich sind kürzere Fristen nur in engen Ausnahmen zulässig, etwa bei vorübergehender Aushilfe.
Zählen Zeiten vor dem 25. Lebensjahr mit?
Ja. Die Regelung des § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB, nach der solche Zeiten unberücksichtigt bleiben sollten, ist wegen Verstoßes gegen das unionsrechtliche Verbot der Altersdiskriminierung nicht anzuwenden. Der Rechner rechnet alle Beschäftigungsjahre mit.
Kann der Arbeitgeber mich während der Frist freistellen?
Eine einseitige Freistellung ist nur bei überwiegendem Interesse des Arbeitgebers zulässig. In der Praxis wird sie regelmäßig im Vergleich oder im Aufhebungsvertrag vereinbart, dann gegen Fortzahlung der Vergütung. Achten Sie darauf, ob Resturlaub angerechnet wird und ob die Freistellung widerruflich ist.

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